lorem ipsum dolor sit amet
Zwischenüberschrift
Galerie
© Kleines Theater Falkensee 2017

Sie wollen mehr von uns sehen?

Besuchen Sie uns! Wir freuen uns auf Sie.

Don Karlos

Don Karlos von Friedrich Schiller Mit einem hochmotivierten 12-köpfigen Schauspielensemble nimmt es sich des Deutschen Klassikers an. In einer äußerst reduzierten und dennoch bildstarken Inszenierung untersucht das Kleine Theater Falkensee gemeinsam mit Friedrich Schiller die lebensfeindliche Geschlossenheit eines auf Kampf, Konkurrenz und Korruption gebauten Gesellschaftsentwurfs sowie die Dämonie unserer Leidenschaften. Regie führt Sebastian Eggers von "Theater.Redux – mit Leidenschaft ins Wesentliche vordringen". "Geben Sie Gedankenfreiheit" – Don Karlos von Friedrich Schiller ist ein Klassiker, gespickt mit Figuren und Zitaten, die zum kulturellen Erbe Deutschlands gehören. Das Kleine Theater Falkensee blättert die vielschichtigen Konflikte und Figuren des Dramas auf und serviert einen Strauß voller Intrigen, Enge, Korruption, Liebe – und tiefer Sehnsucht nach Humanität. Es geht um Don Karlos, den Sohn des herrschenden spanischen Königs Phillip II(1527-1598). Der erzkatholische König herrscht im engen Verbund mit der Inquisition über halb Europa. Er hat ein den ganzen Kontinent durchziehendes Spionagesystem aufgebaut. Pflichterfüllung, Kontrolle, Repression und Inquisition sowie ein strenges Hofzeremionell bilden das Credo seiner Politik. 1560 heiratet er die französische Prinzessin Elisabeth von Valois.  Diese war vorher seinem Sohn Don Karlos versprochen. Karlos liebt Elisabeth, die nun seine Stiefmutter geworden ist, immer noch mit verzehrender Leidenschaft. Zudem hasst er das Regime und die Politik seines Vaters. Als sein Jugendfreund Posa mit brisanten, revolutionären Plänen im Gepäck auftaucht, schließen sie einen Pakt: Bekommt er die Zustimmung seiner Stiefmutter, wird er Rebellion machen und im Notfall offenen Krieg führen gegen seinen Vater. "Don Karlos" von Friedrich Schiller ist ein "revolutionärer Reißer". Es geht um die Geburt aufgeklärter Humanität aus der Dunkelheit mittelalterlicher und repressiver Zeitgeister. Es ist ein Politthriller, eine Liebesgeschichte, ein Film Noir, ein tiefer Familienkonflikt voller dunkler, verzweifelter und innerlich abgestorbener Figuren in einem lebensfeindlichen System. Hoffnung ruht allein auf einzelnen Vertretern einer jungen Generation, die einem tiefen Bedürfnis nach Humanität und gesellschaftlicher Neuerung folgen. Dabei sind sie von äußeren und inneren Gefahren bedroht: den Intrigen und Machtspielen in der Politik und der Unbeherrschtheit und Ungeprüftheit ihrer eigenen Persönlichkeiten. Der Gang durch die Politik korrumpiert, eine Revolution riskiert offenen Krieg – und zerstört. In einer Zeit, die von Dystopien (Verlust des Glaubens an die Zukunft) geprägt ist, in der der globale Kapitalismus das Überleben der Menschheit auf dem Planeten gefährdet, ein neuer weltweiter Geldadel entsteht, künstliche Intelligenz geschaffen und der Mensch mit der Maschine verschmolzen wird und wir mit Klimawandel und neuen Völkerwanderungen konfrontiert sind, tritt das Kleine Theater Falkensee einen Schritt zurück. Es beschäftigt sich mit Schillers Abrechnung mit dem Herrschaftssystem seiner Zeit und seinem tiefen Bekenntnis zur Notwendigkeit der Entwicklung von Humanität – auf gesellschaftlicher wie auf individueller Ebene. So wird "Don Karlos" wieder zum Stück zur Stunde.

Kleines Theater Falkensee e.V.