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© Kleines Theater Falkensee 2017

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Maß für Maß

Maß für Maß von William Shakespeare Shakespeare hätte dieses Jahr seinen 450. Geburstag, und das „Kleine Theater Falkensee“ gratuliert mit der Inszenierung eines besonders wilden und frivolen Werks: Es bringt im November „Maß für Maß“ auf die Bühne des „Kulturhaus J.R. Becher“ in Falkensee. Dabei wird Shakespeare beim Wort genommen: Das „Kleine Thea- ter Falkensee“ verwandelt das Becher-Kulturhaus in ein Bordell! Wien: Es hat sich eine kriminelle, zügellose Halbwelt etabliert. Die verantwortliche Herzogin begibt sich offiziell auf eine Reise und beauftragt Lord Angelo, als ihr Stellvertreter in ihrer Abwesenheit für sie durchzugreifen. Gleichzeitig beobachtet sie als unscheinbare Staatsanwältin verkleidet das Voranschreiten dessen Politik. Isabella entsagt der verdorbenen Gesellschaft, sie will Nonne werden. Da erreicht sie die Nachricht, dass An- gelo, der Stellvertreter der Herzogin, ihren Bruder hinrichten will, weil der vor der Ehe mit einer Frau geschlafen hat. Sie bittet um Gnade für ihren Bruder und wird vor die Wahl gestellt: Ihre Jungfräulichkeit gegen das Leben ihres Bruders. Das Verhalten Angelos scheint unmenschlich. Die Bürokratie ist voller Machtmissbrauch, innerlich abgestorben. Doch auch im Sex lauert der Tod: In Form von Krankheit, von Abstumpfung, von Ausbeutung. Die vermeintliche Freiheit des Sich-ausleben-Könnens macht uns im globalisierten Kapitalismus schnell zu Skla- ven eines internationalen Marktes. Überall verfügbare Sexualität bedeutet Freiheit, begünstigt aber auch Bin- dungsunfähigkeit. Der Tod lauert überall in diesem Stück: In der Maske der Bürokratie wie in der Maske der Zügellosigkeit, im Verstand wie im Trieb, in der Politik wie im Volk. Es zeigt eine Gesellschaft, die den Tod aus- treiben will. Doch den Tod austreiben wollen tötet uns: Leben ist ohne Tod nicht denkbar. Wieviel Tod kann man, muss man wagen, um das Leben zu gewinnen?
Bilder mit freundlicher Erlaubnis von: Stephan Achilles

Kleines Theater Falkensee e.V.